Vergesst den Familienvergleich und handelt wie ein Profiteam!


Früher hätte ich dies vehement bestritten. Diese Idee hat mich 2009 provoziert. Heute verstehe ich sie als Kern guter Führungskultur.

Netflix sagt: Familien können dysfunktional sein.
Als Reed Hastings sein 125-seitiges Culture Deck veröffentlichte, war „Team statt Familie“ der kontroverseste Punkt.
Unkonventionell. Unbequem. Aber jede Überlegung wert.

Netflix schreibt: „In einer Familie geht es um bedingungslose Liebe. In einem Profi-Sportteam liegt der Fokus auf Leistung.“

Das klingt kalt.
Bis du verstehst, was wirklich kalt ist.
Kalt ist, wenn A-Player sehen, dass andere mitgeschleppt werden.
Kalt ist, wenn die Besten die Arbeit der Schwächsten kompensieren.
Kalt ist, wenn Leistung keine Rolle spielt.

Loyalität zu Personen darf nicht über Loyalität zur Sache stehen. Das ist kein Widerspruch zu Menschlichkeit. Menschlichkeit heißt auch: sich fair trennen, wenn es nicht passt.

Natürlich gilt es zuerst Leistung möglichst objektiv zu definieren, woran leider die meisten Unternehmen schon scheitern.

Wenn dies erfolgt ist, bedeutet positive Führungskultur: Die Richtigen halten. Und sich fair von den anderen trennen.

Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn